Wolfskinder

 

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Wolfskinder-Geschichtsverein e.V.

Definition: "Wolfskinder" ist die Bezeichnung für anhanglose deutsche Kinder und Jugendliche, die im Frühjahr 1947 dem drohenden Hungertod im nördlichen Ostpreußen zu entgehen versuchten, aus diesem Grund in Litauen in außerdeutsche Zusammenhänge gerieten und infolgedessen ihre Herkunft zeitweise oder mit Hilfe einer neuen Identität gar dauerhaft verschleiern mussten.

Neuformulierung im Februar 2014 aus folgenden Gründen:

  • präzisieren, dass Wolfskinder-Biografien nicht zu Kriegsende, sondern erst in den Folgejahren entstanden sind
  • verdeutlichen, dass der Wolfskinder-Begriff weder auf Flüchtlingskinder noch verallgemeinernd auf Kriegskinder angewendet werden kann
  • unterstreichen, dass Wolfskinder-Biografien für ihre angemessene Interpretation in den Kontext der litauisch-ostpreußischen Nachbarschaft zu setzen sind.

 


     
Weitere Neuerscheinung im Oktober 2016

Buch: Nur der Himmel blieb derselbe - Ostpreußens Hungerkinder erzählen vom Überleben
von Christopher Spatz, Ellert & Richter Verlag, Hamburg.


Kurzes Video bei Radio Bremen, in dem der Autour auch Passagen aus seinem Buch vorliest:
Wolfskunder Hungerkinder C Spatz 

 

 

Unser Interview mit dem Autor

Buch Wolfskinder Nur der Himmel blieb derselbe

 


 

Neuerscheinung

Buch: Ostpreußische Wolfskinder. Erfahrungsräume und Identitäten in der deutschen Nachkriegsgesellschaft
von Christopher Spatz, Einzelveröffentlichungen des DHI Warschau 35, Fibre-Verlag, Osnabrück.

Dazu der Beitrag (ca. 4 Min) im NDR Kulturjournal vom 14.03.2016
Ostpreußens kriegsverwaiste Kinder
Das Trauma von Verlust und Flucht
"Ich weiß bis heute nicht, wie wir das überstanden haben." Zwei von etwa 5000 Wolfskindern, deren Schicksal der Historiker Christopher Spatz untersucht hat, sprechen über ihre Geschichte.
Link zum Beitrag

Christopher Spatz NDR

Bild: NDR Kulturjournal 14.3.2016, Historiker Christopher Spatz, Jahrgang 1982, forschte zum Thema Wolfskinder an der Berliner Humboldt-Universität. Sein Buch entstand aus seiner Promotion heraus.

 



 Die Literaturliste zum Thema Wolfskinder, Stand: September 2016 

1. Wissenschaftliche Veröffentlichungen
2. Publizistische Veröffentlichungen
3. Nachrichtenmagazine, Tageszeitungen und Weblogs
4. TV-Dokumentationen
5. (Auto-) Biografische Veröffentlichungen
6. Fiktionale Literatur
7. Thematisch angrenzende Literatur 

 



Der Wolfskinder-Roman aus Litauen (September 2015)

Seit Wochen haben wir gespannt auf die deutschsprachige Übersetzung des Romans von Alvydas Šlepikas gewartet. Jetzt ist das Buch im Mitteldeutschen Verlag erschienen und wir freuen uns, es an dieser Stelle allen Wolfskinder- und Geschichtsinteressierten vorstellen zu können.

Zur Buchvorstellung

 



Ein Buch mit Fakten zu dem Thema Wolfskinder kostenlos zum Herunterladen

Von Ostpreußen nach Kyritz
Wolfskinder auf dem Weg nach Brandenburg
Leiserowitz, Ruth
Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung Potsdam 2003, 2. Auflage 2007.

Hinweis:
Diese Buch erhält eine kurze Zusammenfassung zum Thema. Es ersetzt nicht das Standardwerk, das über den Buchhandel zu beziehen ist: Wolfskinder. Grenzgänger an der Memel. Berlin 1996, 4. Auflage 2003, Basis Druck.

Link zu dem Buch als pdf-Datei

 





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Wolfskinder Geschichtsverein


 




Pionierarbeit auf dem Gebiet der Wolfskinder-Forschung offiziell gewürdigt. 
    
Am 24. Februar 2015 händigte Botschafter Rolf Nikel der Vorsitzenden des Wolfskinder-Geschichtsvereins, Dr. Ruth Leiserowitz, das von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Bundesverdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. 
     
Ruth Leiserowitz
     
Aus der Laudatio: "Bis in die 90er Jahre waren die sog. „Wolfskinder“, bei Kriegsende und in der Nachkriegszeit im Baltikum verschollene deutsche Kinder, ein nahezu unbekanntes Thema. Dr. Leiserowitz leistete dazu wissenschaftliche Pionierarbeit, aus der zwei eigene Veröffentlichungen entstanden – „Wolfskinder. Grenzgänger an der Memel“ und „Von Ostpreußen nach Kyritz. Wolfskinder im Land Brandenburg“ – sowie dann, dank ihrer Beratung, eine Reihe von Fernsehproduktionen. Diese Veröffentlichungen gaben entscheidende Anstöße zur Aufarbeitung des tragischen Schicksals der Wolfskinder, namentlich dazu, dass sie in Litauen anerkannt werden und eine Zusatzrente erhalten. Dr. Leiserowitz machte, u.a. durch Gutachten, Familienzusammenführungen möglich und half bei der Rekonstruktion von Identitäten."

Link zur vollständigen Laudation auf der Webseite der Dt. Botschaft: Laudatio




Leserbrief an die WELT zum Artikel  "Was ich erlebt habe, ist zu viel für ein Leben"

Sehr geehrter Herr Seewald,

zwei Fakten in Ihrem Artikel bedürfen meines Erachtens einer Richtigstellung. Sie schreiben:

„Etwa 20.000 sollen es allein in Ostpreußen gewesen sein, rund 5000 dieser "Vokietukai", kleinen Deutschen, gelangten nach Litauen. 4700 hat die Historikerin Ruth Leiserowitz im Oblast Kaliningrad (Königsberg) ausgemacht. Sie verschwanden buchstäblich, in Heimen, Familien, als billige Arbeitskräfte. Und vergaßen ihre Namen, ihre Sprache, ihre Kindheit.“

Richtig ist, dass 4.700 deutsche Kinder aus Kinderheimen im Kaliningrader (Königsberger) Gebiet in den Jahren 1947-1848 in die SBZ gebracht wurden. Viele dieser Kinder waren nur zeitweise elternlos (durch Krieg, Kriegsgefangenschaft und Verschleppung von Elternteilen) und fanden später Angehörige wieder. Richtig ist fernerhin, dass sich in den Nachkriegsjahren eine große Zahl von ostpreußischen Erwachsenen und Kindern zeitweise in Litauen und Lettland aufhielt, dann fanden ca. 5.000 Kinder ein zeitweiliges Zuhause in Litauen, von denen etwas über 3.000 im Jahr 1951 in die DDR kamen.

Zudem schreiben Sie:
„Erst die Einladung einer Gruppe durch den damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff brachte 2011 die Wolfskinder auf die Agenda des Erinnerungsdiskurses.“

Richtig ist, dass bereits der Bundespräsident Roman Herzog auf seiner Litauenreise im Mai 1999 ein Treffen mit Wolfskinder hatte, über das in den deutschen Medien breit berichtet wurde. Der Erinnerungsdiskurs hat bereits 1996 eingesetzt. In jenem Jahr wurde ein fünfseitiger Artikel über Wolfskinder im Spiegel veröffentlicht, der Film „Vokietukai –Die kleinen Deutschen“ (BR/DW) wurde ausgestrahlt (in über 60 Ländern) und mein Buch „Wolfskinder- Grenzgänger an der Memel“ erschien. 

Mit freundlichem Gruß

Ruth Leiserowitz
    

 
Rückschau: "Wolfskinder" im Spiegel 1996

Auch nach Jahren immer noch lesenswert: Die erste große Reportage, die über "Wolfskinder" im Spiegel 3/1996 unter dem Titel „Keine Sprache, keine Heimat“ erschien. Hinweis: Der Name der Buchautorin Ruth Kibelka hat sich in der Zwischenzeit in Ruth Leiserowitz geändert.

    


Warum beschäftigen wir uns mit der Geschichte der "Wolfskinder"?

 
Wolfskinder Dokument Sie gehört zu einem Kapitel, das sehr lange in der Öffentlichkeit, aber auch in vielen Familien verschwiegen wurde oder äußerst bruchstückhaft tradiert wurde.
Viele ostpreußische Kinder waren in den ersten Nachkriegsjahren ebenfalls in Litauen und Lettland unterwegs, konnten dann aber entweder 1947-49 oder 1951 in die SBZ bzw, in die DDR ausreisen. In der neuen Heimat interessierte sich niemand für die erlebten Geschichten. Die ehemaligen „Wolfskinder“ holten versäumte Schuljahre nach, lernten einen Beruf oder mussten sofort arbeiten gehen. So gingen die Geschichten teilweise verloren. Heute fragen zahlreiche Kinder und Enkel, was ihre verstorbenen Mütter und Väter bzw. Großeltern damals nach dem Krieg erlebten und welche Umstände dazu  geführt hatten.
Unser Vereinstätigkeit zielt darauf ab, dieses Kapitel der Nachkriegsgeschichte zu dokumentieren und so zu erhalten.
 
Allen Ostpreußen, die zwischen 1947 und 1951 aus dem neugeschaffenen Kaliningrader Gebiet bzw. aus der Litauischen SSR ausreisten, wurden ihre Dokumente (sofern sie noch welche besaßen) vor der Ausreise  abgenommen. Das neue Leben begann mit neuen Papieren. Wir wissen noch nicht, was aus Albert Pahm geworden ist, der 1951 mit dem Kindertransport in die DDR kam und in das Kinderheim Kyritz gelangte.   

 


 
Eine bewegende Reportage über das Wolfskind Marianne Beutler
   
auf Deutsch bei Spiegel Online "Ich dachte, Deutschland gibt's nicht mehr"

in English at The Atlantic Times "I Thought There Was No Germany Anymore"



    

"Wolfskinder" aus Litauen besuchen Berlin, 31. August 2006

 


 

Information in English about the "Wolf Children", Web Site of "The Danish School of Journalism" by Stian A. E. Eisenträger
Hitler's Last Victims, The Forgotten War Orphans
(Interessantes und gut gemachtes Multimedia-Web in Englisch erschien auf den Seiten der Dänischen Journalismushochschule, jetzt im Blog von Herrn Eisenträger).

 



Keine Hilfe für deutsche Wolfskinder

Artikel im "Der Spiegel", Nr. 7/12.2.07

 


 

Verein "Edelweiß", die Interessenvereinigung der in Litauen lebenden Wolfskinder

Vorsitzende:
Frau Luise Quietsch
Seimyniskiu g.  42-19; Vilnius

Tel. /Fax  +37052733607 (von Deutschland aus wählt man: 0037052733607)
E-Mail: luise.kazukauskiene@googlemail.com